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Die neuen Medien – neue Chancen oder neue Probleme ?

09.09.2019

Mit dieser Frage beschäftigte sich Axel Heiner, Kriminaloberkommissar Polizeipräsidium Tuttlingen, bei der Veranstaltung zur Info-Serie „Online? Aber sicher!“ für Jugendliche zum Thema Cyber-Kriminalität. Ein Rückblick.

Das Event wurde, trotz des heißen Wetters, gut besucht – rund 120 Eltern und Jugendliche nahmen teil. Begrüßt wurden die Gäste von Manfred Knopp, stellvertretendes Vorstandsmitglied der Sparkasse. „Computer und Smartphone sind alltäglich – so alltäglich, dass man gar nicht mehr darüber nachdenkt“, sagte Arne Hahn, stellvertretender Chefredakteur des Schwarzwälder Boten, der die Moderation übernahm. Tobias Mannchen, Online-Banking Spezialist der Sparkasse Zollernalb, erklärte die Gefahren im Online-Banking und die verschiedenen Betrugsmaschen von Online-Kriminellen. Wie zum Beispiel Phishing-Mails, die an sich nicht mal so gefährlich sind, solange man nicht die Links anklickt. Solche Mails sollte man immer sofort löschen und ignorieren. Ein anderer Versuch, Daten abzugreifen geht über Phishing-Mails mit Trojaner. Dabei hacken sich die Betrüger im Hintergrund in den PC. Seine Erkenntnis: „Bei merkwürdigen Mails oder Anrufen lieber noch mal nachfragen – am besten bei der Sparkasse selbst. Und Updates des Betriebssystems immer installieren. Dadurch werden Sicherheitslücken geschlossen.“ Außerdem ist ChipTAN seiner Meinung nach das sicherste TAN-Verfahren, da es an keinem Netz hängt.

Axel Heiner, Kriminaloberkommissar Polizeipräsidium Tuttlingen, und Arne Hahn, stellv. Chefredakteur des Schwarzwälder Boten

Axel Heiner begann seinen Vortrag mit einem lustigen, überspitzten Film aus Ladykracher. In diesem wurde eine Fahrradfahrerin von einem Auto angefahren, da sie am Handy rumgetippt hatte.

Auch die Polizei, die Rettungssanitäter und die Schaulustigen, die kamen, hatten ihren Blick nur auf das Handy gerichtet. Dieses Video zeigt, wie stark unser Leben inzwischen von der Digitalen Welt abhängig ist und wie vernetzt wir sind. In diesem Zusammenhang nannte er Begriffe wie „Smombie“ (Smartphone-Zombie) und „FOBO“ (Fear of being Offline), und die jüngeren Zuhörer, die nach 1993 geborenen Digital Natives, wussten sofort Bescheid. „Heutzutage ist das Internet Alltag und eine große Unterstützung. Aber man darf nicht vergessen, dass es auch Gefahren gibt“, meinte der Referent. Dazu gehört beispielsweise der richtige Umgang mit Werbekennzeichnung, Nutzungsrechte von Fotos oder die Unterlegung von Filmen mit Musik. „Das muss im alltäglichen Leben beachtet werden, ansonsten hat man schnell eine Urheberrechtsverletzungsklage am Hals“, so Heiner. Wichtig für die Eltern ist, dass sie sich Wissen aneignen, die Kinder kontrollieren und die Technik verstehen. Die Kinder müssen geschützt werden, ansonsten kann es zu Rücken- und Nackenschmerzen kommen, die Gewaltspiele können aggressiv machen. Auch Pornografie, Cybermobbing und -stalking ist im Internet keine Seltenheit mehr. Diese Gefahren lassen sich in verschiedene Themengebiete, wie zum Beispiel Sucht, medizinische Folgen, strafrechtliche Verfolgungen und kriminelle Machenschaften unterteilen.

Tipps und Hilfe können sich Eltern auf www.klicksafe.de oder www.handysektor.de holen. „Internet ist nicht nur böse“, meinte Arne Hahn abschließend, „es soll auch Spaß machen.“

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